ONLINE SCHEIDUNG / FAMILIENRECHT - Rechtsanwalt Stapf, Mannheim
 

Verfahrensweise

Sie können Ihre Scheidung per Mausklick ganz einfach in die Wege leiten. Sie müssen nicht zu einem Anwalt, sondern können dies von zu Hause aus per PC organisieren.

Wenn es sich um eine sog. einvernehmliche Scheidung handelt, dh., dass Sie sich mit Ihrem Ehegatten um nichts streiten und dass dieser auch mit der Scheidung einverstanden ist, müssen Sie nicht bei mir zur Besprechung erscheinen. Die Daten, welche Sie im Fragebogen angeben reichen aus, um den Antrag auf Scheidung der Ehe einzuleiten.

Neben den notwendigen Daten, die Sie im Fragebogen angeben müssen, brauche ich die Heiratsurkunde und eventuell die Geburtsurkunden der Kinder. Kopien reichen aus, dh., Sie können die Unterlagen einscannen und zumailen oder per Post zuschicken.

Im Fall einer Scheidung der Ehe oder Aufhebung der Lebenspartnerschaft kommen die Parteien allerdings nicht umhin, vor Gericht zu erscheinen. Spätestens im Termin zur mündlichen Verhandlung fragt der Familienrichter die Ehegatten nach den gesetzlichen Voraussetzungen der Scheidung:

Bei einer einvernehmlichen Scheidung ohne Kinder sind dies folgende Punkte:

(1) Wann haben sich die Parteien getrennt, dh ist das Trennungsjahr vorüber?
(2) Gab es in dieser Zeit einen Versuch die Ehe oder die Lebenspartnerschaft zu retten?
(3) Sehen die Parteien die Ehe als zerrüttet und damit als gescheitert an und wollen noch immer geschieden werden?

Zuletzt wird noch der Versorgungsausgleich geregelt. Beim Versorgungsausgleich, also der Ausgleich der erworbenen Rentenanwartschaften in der Ehezeit, muss jede Partei einen Fragebogen ausfüllen.

Diese Fragebögen werden dem Gericht zugestellt. Dieses fordert dann die Rententräger zur Auskunftserteilung über die Anwartschaften auf.

Wenn diese Gutachten da sind, beraumt das Gericht den Termin zur mündlichen Verhandlung.

Vor den Familiengerichten herrscht Anwaltszwang, dh. mindestens eine Partei muss durch einen Anwalt vertreten sein.

Die Pflicht, sich in Ehesachen von einem Anwalt vertreten lassen zu müssen, dient dem Schutz der Parteien und der umfassenden Aufklärung und Beratung der Parteien.

Den Ratsuchenden und Scheidungswilligen bitte ich, seine dringendsten Fragen vorab online oder telefonisch zu stellen. Gerne berate ich Sie auch in einem persönlichen Beratungsgespräch.

Kosten

Die Kosten setzen sich übrigens bei einer Scheidung in der Weise zusammen, dass das Nettogehalt der Frau und des Mannes addiert und mit 3 multipliziert wird. Verdient die Frau 1.500 € netto und der Mann 1.700 €, liegt der Streitwert bei 1.500 + 1.700 = 3.200 x 3 = 9.600 €. Danach berechnen sich die Anwaltsgebühren und die Gerichtskosten. Die Anwaltsgebühren liegen in diesem Beispielsfall bei 1.235,- € zuzüglich MWSt; die Gerichtskosten bei 392,- €.

Den Streitwert setzt das Gericht in der mündlichen Verhandlung fest. Der Streitwert erhöht sich bei einer Scheidung um die Kosten für den Versorgungsaugleich. Auch hier setzt das Gericht den Streitwert fest.

Bei einer einfachen Scheidung, dh wenn keine Kinder vorhanden sind und wenn kein Streit etwa zum Zugewinn, zum Sorgerecht, zum Unterhalt vorherrscht, bleibt es bei dem eben genannten Gebührenpositionen.

Bei einvernehmlichen Scheidungen reicht ein Anwalt aus. Die nicht vertretene Partei lässt das Scheidungsverfahren sozusagen „über sich ergehen“. Hier können die Ehegatten sich die anfallenden Kosten teilen und viel Geld sparen.

Die eben erläuterten Punkte zum Streitwert gelten auch für die sog. Online-Scheidung. Das Gericht setzt die Kosten fest und nicht der Anwalt.

Ist eine Partei nicht in der Lage die Kosten für das Scheidungsverfahren zu tragen, kommt eventuell Verfahrenskostenhilfe (VKH) in betracht. Auch dies beschließt das Gericht. Der Anwalt stellt nur den Antrag auf VKH und legt die „Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse“ vor mit entsprechenden Nachweisen.

Hier geht’s direkt zum Fragebogen.



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